Immobilien-Dachfonds sollte die Anlagemöglichkeit werden, die den Sparern hohe Renditen versprach. Doch es kam anders. So muss jetzt auch DJE ein Anlageprodukt im Wert von 1,9 Milliarden Euro abwickeln. Vor DJE hatten die DWS (Tochter der Deutschen Bank AG) und die Allianz Global Investors mit dem gleichen Problem zu kämpfen.

Die Idee, dass die Anleger ihre Einlagen in einem offenen Immobilienfonds streuen können und damit die Chancen optimiert und die Risiken reduziert werden, ging bis 2009 gut. Achtzehn Investmentvehikel hat es getroffen, wovon elf, die über ein Gesamtvolumen von über 30 Milliarden Euro verfügten, eingefroren wurden. Die restlichen sieben stehen vor der Abwicklung. In diesen Strom der Vernichtung von Kapital werden immer mehr Dachfonds gezogen. Dadurch wird es für die offenen Fonds, die derzeit eingefroren sind, bedeutend schwieriger die Fonds wieder zu öffnen.

Der Dachfonds der DJE Real Estate mit einem einstigen Volumen von 1,9 Milliarden Euro ist der dritte Fonds, der vom Abzug des Kapitals durch die Anleger betroffen ist. Der Fonds hat jetzt noch ein Volumen von 225 Millionen Euro. Der Fonds muss abgewickelt werden um die Interessen der Anleger zu wahren und für eine Gleichbehandlung zu sorgen. Dabei ist der Dachfonds der DJE nicht der einzige Fonds, der einen Verlust hinnehmen musste. War der Verlust bei dem DJE-Fonds etwa 9,14 %, so fiel der Fonds von Morgan Stanley, der P2 Value, um satte 60 %.

Der offene DWS-Immobilien-Dachfonds wird derzeit ebenfalls abgewickelt, weil sich das Volumen durch den Abzug von Kapital auf 259 Millionen Euro reduziert hat. Die DSW sieht derzeit keinerlei Chancen diesen Fonds wieder zu eröffnen. Immobilien in München werden immer interessanter als Kapitalanlage.